Bei meiner Beschäftigung mit den wunderbaren
Möglichkeiten, die google earth so bietet ist mir etwas
Aufgefallen:
Die alten Bamberger Kirchen sind nicht wahllos irgendwohin gebaut,
sondern der Bauplan folgt einem strengen Muster.

Wer sich von der unglaublichen Genauigkeit überzeugen möchte: hier ist das Google earth *.kmz file
Das Kloster St.
Michael, der Dom,
die Obere
Pfarre und St.
Stephan liegen auf einer präzisen
Gerade. Dieser Umstand ist auch den meisten
Bambergern bewusst, da der berühmte "Vier Kirchen
Blick" eben dies eindrucksvoll veranschaulicht. Ley C.
Der "Vier Kirchen Blick" Bildquelle: www.bamberger-bier.de
Das nun folgende konnte ich jedoch trotz eingehenden Recherchen in der
Literatur nicht finden.
Außerdem sind diese Effekte aufgrund der Bebauung von kaum
einer Stelle aus zu beobachten, erst Karten oder Satellitenbilder
liefern hierüber Aufschluss.
Auch die Karmelitenkirche,
St. Jakob und St.
Getreu liegen auf einer Gerade. Erstaunlicherweise ist diese
Gerade (Ley A) absolut parallel zu Ley C.
Und jetzt wird es (zumindest für mich) völlig
geheimnissvoll. Verbindet man St. Jakob mit St.
Gangolf, das in einiger Entfernung jenseits der beiden
Regnitzarme liegt, so schneidet Linie sowohl St. Elisabeth im Sand. St.
Martin in der Fußgängerzone verfehlt die Linie um
einige Dutzend Meter. Allerdings stand der Vorgängerbau auch
an anderer Stelle. Auf dem heutigen Maxplatz, und eben diesen Maxplatz
trifft die Linie genau.
Verfolgt man die Linie über St.
Gangolf und die Stadtgrenzen hinaus, so fluchtet diese nach
weiteren 13km Luftlinie, mit unglaublicher Präzission, den Gügel,
die Kapelle der Giechburg bei Scheßlitz. Dem Ortsunkundigen
sei gesagt, daß der Gügel auf einem markanten Felsen
am Rande des beginnenden Hochplateaus der Fränkischen Schweiz
liegt. Etwa 200 Höhenmeter über dem Nivau der Stadt
Bamberg. Dieser Gügel
ist bei gutem Wetter sehr gut von der Stadt aus zu sehen.